AKPINAR NEWS

Unternehmer mit Herzblut

Gürkan Akpinar ist ein leidenschaftlicher Lokalpatriot. Der Unternehmer jettet rund um den Globus, doch verwurzelt ist er fest in Böblingen. 24 Millionen Euro investiert er jetzt in die Bahnhofstraße, mit der es lange nur abwärtsgegangen war.

Er ist in der ganzen Welt unterwegs. Der Unternehmer Gürkan Akpinar, der auf das Management von Immobilien spezialisiert ist, hat Niederlassungen in Miami und Istanbul. Ständig jettet er zwischen diesen und seiner Firmenzentrale in Stuttgart-Vaihingen hin und her. Zuhause fühlt sich der 39-Jährige jedoch in Böblingen. Und das Herz seiner Heimatstadt schlägt für ihn noch immer in der Bahnhofstraße, wo Akpinar den größten Teil seiner Jugend verbracht hat. „Mit 13, 14 war ich samstagabends immer in der Tanzschule Bode, später gingen wir ein paar Meter weiter zur Disco Twelve inch“, erinnert er sich. Der Verfall des einstigen Stadtzentrums schmerzt Akpinar – „wie die meisten Böblinger meiner Generation“. 

Doch nun geht es wieder aufwärts mit der Bahnhofsstraße. An allen Ecken und Enden wird gebaut. „Da ist momentan viel in Bewegung“, sagt Akpinar. Als er hörte, dass die Erbengemeinschaft Nowak ihr Gebäude in der oberen Bahnhofstraße verkaufen möchte, sah der 39-Jährige seine Chance. Er kaufte das Klett-Areal. Insgesamt 24 Millionen Euro will er investieren. Das bestehende Gebäude soll abgerissen werden. Stattdessen will der Unternehmer ein neues Wohn- und Geschäftshaus bauen.

70 Wohnungen sind dort geplant sowie ein Ladenzentrum mit rund 2000 Quadratmetern Fläche – in etwa so viel, wie in den alten Gebäuden. Hochwertige Läden rund um das Thema Natur und Gesundheit möchte der Unternehmer dort ansiedeln. Als Ankermieter wünscht er sich Max Nowak mit seinem Reformhaus, der auch momentan sein Traditionsgeschäft dort führt. Dieser müsste allerdings für das Jahr des Neubaus woanders unterkommen. Zwei Umzüge innerhalb so kurzer Zeit, das sei teuer, meint Nowak, der deshalb noch nicht weiß, ob er das Angebot des Investors annimmt. Rund um das Reformhaus wünscht sich Akpinar passende Läden. Er könnte sich zum Beispiel ein Geschäft mit hochwertigen Schuhen vorstellen, einen Friseur, der beispielsweise die Haare seiner Kunden mit natürlichen Materialien färbt, und ein Café, das Bio-Torten verkauft.

 

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